Formatwandler

Aus Digitaler-Tachograph.org

Wechseln zu: Navigation, Suche

Erstellung des Formatwandlers für die extrahierten Daten des Digitalen Tachographen

Beschreibung

Der digitaler Tachograph speichert die aufgenommenen Daten sowohl intern, als auch auf der Fahrerkarte. Die gesammelten Daten können pro Fahrer direkt von der Fahrerkarte ausgelesen werden, entweder über einen Kartenleser oder auch von Offline-Lesern (z.B. StoneRidge Optac-Tool).

Die Daten auf den Fahrerkarten werden 28 Tage lang auf den Karten gespeichert und danach sukzessive überschrieben. Die intern gespeicherten Daten des digitalen Tachographen können über spezielle Download-Keys (entweder der Hersteller oder auch über Offline-Leser) heruntergeladen und über die USB-Schnittstelle auf einen PC transferiert werden.

Die ausgelesenen Daten werden sowohl bei den Chipkarten als auch bei den Download-Keys als DDD Dateien zur Verfügung gestellt. Die Anlage 7 der EG Verordnung 1360/2002 "Protokolle zum Herunterladen der Daten" beschreibt den Download-Vorgang und die Datenspeicherung in diesen Dateien, wie auch das Datenspeicherungsformat.

3.4 - Die heruntergeladenen Daten sind nach folgenden Bedingungen zu speichern:
  • Die Daten sind transparent zu speichern, d. h. die Reihenfolge der von der Karte Übertragenen Bytes sowie die Reihenfolge der in ihnen enthaltenen Bits muss während der Speicherung erhalten bleiben.
  • Alle im Rahmen eines Download-Vorgangs heruntergeladenen Dateien der Karte werden in einer einzigen Datei auf dem ESM gespeichert

Somit sind durch die Protokolle die gespeicherten Daten innerhalb der DDD Dateien beschrieben. Für die Auswertung der Fahrerdaten zur Überprüfung der Lenk- und Ruhezeiten, sind die Dateien anhand der gespeicherten Vorgänge (Start und Stop der Lenkzeit, Ruhezeiten, etc..) auszuwerten, und in ein geeignetes Format zur Weiterverarbeitung zu überführen. Für die weitere Verarbeitung würde sich ein allgemein lesbares XML-Format anbieten.

Anhand der zu analysierenden Vorgänge sind die betreffenden Datentypen (aus der Anlage 1 der EG Verordnung 1360/2002) zu ermitteln und durch eine Document Type Definition (DTD) zu spezifizieren. Weiterhin wird ein Verfahren benötigt, um die DDD Dateien in eine (bzw. mehrere) durch die DTD Spezifikation beschriebene XML-Datei zu wandeln.

Anforderungen

Somit ergeben sich für den Format-Wandler die folgenden Komponenten: Erstellung der Document Type Definition (DTD, Beschreibung der XML Inhalte) anhand der benötigten Daten bzw. Datentypen. Analyse der Protokolle und Erstellung des Datenmodells der DDD Dateien Erstellung des „Query Tools“, welches die verschiedenen Datensätze aus den DDD Dateien in Form von Abfragen zur Verfügung stellt Erstellung des XML Writers, welche die extrahierten Datensätze in XML Dateien ablegt.

Benötigt wird eine Referenz-Implementierung welches anhand von Abfragen die Datensätze aus den DDD Dateien liest und als Ergebnis ein „ResultSet“ in Form der XML Spezifikation zurückliefert.

Diese Referenzimplementierung soll in einer plattform- und betriebssystem-unabhängigen Programmiersprache entwickelt werden. Hierzu können Script- oder Interpreter-Sprachen oder Programmiersprachen, welche für die meisten Hardwareplattformen zur Verfügung stehen. Programmiersprachen, welche jeweils eine native Kompilierung erfordern sollen nach Möglichkeit vermieden werden.

Auf jeden Fall sind folgende Betriebssysteme und Plattformen zu unterstützen: Windows (i386, x86_64) Linux (i386, x86_64, powerpc)

Implementierung

Der Formatwandler wurde in einer Diplomarbeit in Java implementiert. Die HTML-Ausgabe wurde in Perl realisiert. Die Kommunikation zwischen beiden Komponenten wurde in XML-RPC über ApacheSSL implementiert.

Online Demo (Webverschlüsselung): Formatwandler-Onlinedemo

Persönliche Werkzeuge
Thanks to
BerliOS Developer Logo